Klavierunterricht-Schleswig: Man müsste Klavier spielen können

Wer Klavier  spielt, hat Glück...

Struktur meines Unterrichts/ Tipps zum Üben   

Das aller-, aller- allerwichtigste Gebot heißt: Wiederhole!!! Wiederhole heißt: Übe!

Nicht einmal pro Woche - jeden Tag!
Kleiner Trick zur Selbstüberlistung: Wenigstens 1 Sekunde geübt ist besser als 0 Sekunden.
Üben kannst du sogar, wenn du im Supermarkt vor der Kasse stehst, im Bus sitzt, bei langweiligen Konferenzen (Unterrichtsstunden...).

Stoff durchgehen: Achte darauf, was dir schwerfällt. Nimm dir dann genau das vor. Zerlege dabei die Aktionen in kleinere Schritte (die du jeweils wiederholst) und dann kombinierst. Hier ein sehr majestätischer Vergleich mit der Geschichte der Raumfahrt:
Als die Amerikaner 1969 den Mond erreichten, sagte der erste Astronaut, Neil Armstrong, der ihn betrat: "Es ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein gewaltiger Sprung für die Menschheit." Du musst viele von diesen kleinen Schritten tun, um den "gewaltigen Sprung" zu schaffen.

Hier ein genaues Konzept:

Das beste Wort dafür heißt: Fokussieren.
Schmeiß nicht alles, was du  kochen willst, sofort in einen Topf (bin zufällig auch begeisterter Hobbykoch). Übersetzt: Spiel nicht "brav" das Lied/ Stück von vorne bis  hinten. Setze dein Gehirn (und noch besser: dein Musik-Ohr) ein, um zu merken, wo es hakt.  Und das machst du drei- (3)mal - ohne Stolpern. Ansonsten fängst du - nach Pause - von vorne damit an. Wenn's dann geklappt hat, baust du einfach dieselbe (!) Stelle nach vorne oder hinten aus.
Klappt sie noch immer nach 3 Schritten dieser Art nicht: Vereinfachen, vereinfachen, vereinfachen.
Und dazu brauchst du Gehirmschmalz - oder auch mich als deinen Klavierlehrer.

Takt und Rhythmus
Die meisten Schüler haben Schwierigkeiten mit dem Takt. Sie sind überhaupt nicht taktlos, schon gar nicht mir gegenüber, aber sie wissen Folgendes nicht:
Der Takt ist ungefähr dasselbe wie die Beinbewegungen beim Gehen in gleichmäßiger Abfolge. Machen wir doch alle jeden Tag ca. 5000mal, Coach-Potatoes liegen etwas dahinter, Streber bei über 10.000 . Am besten beherrschen Feuerwehrkapellen, Schleswiger Husaren und die Bundeswehr den Takt: Links zwo drei vier...
 Beim Rhythmus (Schreibweise beachten - für Kreuzworträtsel-Fans) stellt sich die Sache schon schwieriger dar:
Auf 1 Schritt könnte man ja immerhin  2 Töne (oder sogar 3) platzieren. Und das ist der einfache Unterschied zwischen Takt und Rhythmus. Kapiert?
Wenn nein: Die nächste Klavierstunde hilft.

(Ganz schnell noch eine Klarstellung: Die 3 Beispiele von Takt im Sinne von Marschieren stellen eine grobe Vereinfachung der großartigen musikalischen Leistungen aller dreier Gruppierungen dar. Ich weiß aus eigener Erfahrung v.a. die sehr sensiblen Leistungen z.B. der Schleswiger Husaren zu schätzen. Ich wollte nur auf den typischen Ausgangspunkt des Gehens/ Marschierens hinweisen.)

Tag des Unterrichts
Aufgaben vorher durchexerzieren, Noten und Aufgabenheft bereithalten
Ausgeruht zum Unterricht kommen
Aufgaben gleich nach der Unterrichtsstunde durchexerzieren

Vor Zuhörern spielen
Das ist eine nützliche Herausforderung. Dazu gibt es mindestens einmal im Jahr ein gemeinsames Vorspielen vor allen anderen Schülern und deren Angehörigen. Das Publikum ist meist beifallsfreudig. . Das nächste Mal: 30.3.2013 Erwachsene/ 1.12.2023 Kinder (je ein Elternteil gerne dabei).

Deine Meinung zum Klavierunterricht
Sag bitte, was dir an meinem Unterricht gefällt und was eher nicht. Früher hatte ich das für jeden Monat vorgesehen,  heute handhabe ich das flexibler. Jeder Schüler kann es von sich aus ansprechen, ich tue es, wenn ich eine wiederholte Blockade bemerke.
Ich glaube, dass wir dann gemeinsam mehr Freude an dieser Tätigkeit haben.

Vierhändiges Spiel = Spiel zu zweit
Ich baue von Anfang an  eine Nummer des vierhändigen Spiels ein. Das trainiert dich im gemeinsamen Musizieren und macht noch viel mehr Spaß als das einsame Spielen.
Hier ein Beispiel von Diabelli:

 


 Spezielleres

Trainiere dein Gehör
Spiele eine Melodie, die du schon kennst, ohne Noten. Z.B. „Alle meine Entchen“. Fange erstmal mit C an, da brauchst du keine schwarzen Tasten.

Etwas später (meist doch eher nach 2 Jahren)
Du Künstler
Du lernst, eine bekannte Melodie zu begleiten. Das heißt: Du findest die dazu passenden Akkorde heraus. Dabei hast du  gewisse Freiheiten. Und das macht dich schon zu einem kleinen Künstler.

Erfinde eine kleine Melodie und wiederhole sie. 3 – 5 Töne genügen erstmal.
Mehr kann man hier noch nicht festlegen, aber ich habe eine Menge Erfahrung für den individuellen Fall.


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